ERBKRANKHEITEN


Herzmuskelerkrankung: Hypertrophen Kardiomyopathie (HCM oder HKM)
Bei der Hypertrophen Kardiomyopathie verdicken sich einzelne Herzmuskeln und die linke Herzkammer ist vergrößert.
Je nach Krankheitsgrad kann die Schwächung des Herzens auch zum Herzversagen führen.
Die Ursachenforschung bei der HCM der Katze steckt noch in den Kinderschuhen.
Für einige Rassen ist nachgewiesen, dass die Krankheit vererbt wird. Möglicherweise spielen auch

andere Erkrankungen wie eine Überfunktion der Schilddrüse und Bluthochdruck eine Rolle.
Auftreten kann die HCM bei Katzen jeden Alters.

Zur Diagnose ist eine Ultraschalluntersuchung Echokardiogramm erforderlich.

Erblich bedingte Nierenerkrankung:  Polycystic Kidney Disease – PKD -
PKD ist eine vererbbare Nierenkrankheit die bei Perserkatzen entdeckt wurde.

Es ist eine Krankheit die im fortgeschrittenen Alter sichtbar wird.

Zwischen dem 3. und 10. Lebensjahr treten vergrößerte Nieren und Nierenfunktionsstörungen auf.

Dieser Zustand ist erblich bedingt und die Zysten sind von Geburt an vorhanden – sind aber bei jüngeren Tieren kleiner.

Die Größe der Zysten kann zwischen 1 mm und mehr als 1 cm variieren.

Ältere Katzen haben zahlreichere und größere Zysten.

Probleme entstehen wenn diese Zysten anfangen zu wachsen,

zunehmend die Nieren vergrößern und dadurch die Nierenfunktion beeinträchtigt und reduziert wird.

Das Ende bedeutet Nierenversagen.
Einige der klinischen Anzeichen sind Depressionen, fehlender oder reduzierter Appetit,

übermäßiger Durst, übermäßige Urinabgabe und Gewichtsverlust.

Ein auffallender Unterschied, wann und wie schnell die einzelnen Katzen erliegen,

besteht darin wie schnell die Krankheit bei den einzelnen Tieren fortschreitet.

Wenn die Zysten anfangen zu wachsen und dadurch Probleme verursachen ist am Ende ein Nierenversagen sicher.
PKD ist mit einem Ultraschallgerät sehr einfach zu diagnostizieren und

somit kann man die Krankheit in einem sehr frühen Stadium erkennen.

 

INFEKTIONSKRANKHEITEN
Infektionskrankheiten sind eine ernste Bedrohung für die Gesundheit der Katze.

Die meisten werden von Viren verursacht, einige wenige von Bakterien.

Nur durch vorbeugende Impfungen kann die Katze wirksam vor den meisten lebensbedrohenden Infektionen geschützt werden.

Katzenschnupfen (Rhinotracheitis):
Es handelt sich hier um einen Symptomkomplex, der durch unterschiedliche Erreger hervorgerufen wird und Nase,

Maulhöhle und Augen betrifft.

Besonders gefährdet sind Jungtiere.
Die ansteckende Infektionskrankheit wird überwiegend durch Husten und Niesen von Katze zu Katze übertragen.

Beteiligte Erreger sind verschiedene Viren (Herpes- und Caliciviren) und Bakterien (Chlamydien, Bordetellen und Mykoplasmen).
Symptome:
Fieber, Geschwüre, eitriger Ausflussaus Nase und Augen.

Katzenseuche (Panleukopenie):
Die Katzenseuche ist eine häufig tödlich verlaufende, virusbedingte Katzenkrankheit.

Panleukopenie bedeutet soviel wie Verminderung der weißen Blutkörperchen (Leukozyten),

was zu den Symptomen dieser schweren Krankheit gehört.

Die Übertragung erfolgt im direkten Kontakt und über Gegenstände.

Die Krankheit ist hochgradig ansteckend, der Krankheitserreger ist extrem widerstandsfähig.
Symptome:
Appetitmangel, Erbrechen, wässrig-blutiger Durchfall, Bewegungsunlust.

Katzenleukose (Felines-Leukämie-Virus – FeLV –)
Leukose wird von einem Retrovirus verursacht.

Nach Eintritt dieses Virus kann es Tage bis Jahre dauern, bis man erste Symptome feststellen kann.

Genau dies macht den Erreger so gefährlich,

denn ansteckend ist er auch dann, wenn die Krankheit noch nicht ausgebrochen ist.
Der Virus überträgt sich durch Speichel und Ausscheidungen z.B. am Futternapf oder auf der Katzentoilette und

wird damit zu einer hohen Ansteckungsgefahr für andere Katzen.
Symptome (sehr unterschiedlich):
Schwäche, Appetitverlust, Fieber, Abmagerung, Abszesse, Tumore der inneren Organe.

 

Ansteckende Bauchfellentzündung (Feline Infektiöse Peritonitis – FIP –)
FiP ist eine sehr rätselhafte und fast immer tödlich endende Krankheit.

Stress begünstigt den Ausbruch der Krankheit. Katzen stecken sich über den direkten Kontakt an.

Die Krankheit  wird in zwei unterschiedlichen Formen unterschieden:
- Feuchte bzw. nasse Verlaufsform
- Trockene Verlaufsform

Durch die geschwächte Immunabwehr, brechen sehr leicht bakterielle Zusatzerkrankungen aus.

Auf Grund der Schmerzen sinkt der Lebensmut einer betroffenen Katze fast stündlich.

Das Ende dieser Krankheit ist fast immer tödlich, da sie nicht heilbar ist.

Viele infizierte Katzen können symptomfrei sein.
Symptome:
Fieber, Appetitmangel, Abmagerung, zum Teil Bauchwassersucht oder Entzündungen an Nieren, Leber oder Milz.
[Für genauere Informationen, bitte hier schauen: http://www.katzen-lexikon.de/FIP]

 

Felines-Immunschwäche-Virus („Katzen-Aids“, FIV).
FiV steht für das Feline Immundefizienz-Virus, also felines Immunschwächevirus
Übertragen wird das Virus von Katze zu Katze im direkten Kontakt, meist durch Bissverletzungen,

aber auch bei der Paarung.

Erste, noch unspezifische Symptome treten oft erst nach Jahren auf (Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Fieber),

später kommt es zu Blutveränderungen, Hauterkrankungen, Entzündungen von Mund- und

Nasenhöhle und erhöhter Anfälligkeit für Infektionen.

Die Schwächung des Immunsystems führt letztlich zum Tod des erkrankten Tieres.
Wegen der Verwandtschaft zum menschlichen HI-Virus wird das FIV auch als „Katzen-Aids“ bezeichnet.

Der Mensch ist jedoch nicht von FIV gefährdet.

Tollwut
Tollwut kann fast auf alle Tiere und Menschen übertragen werden.

Katzen sind für Tollwut empfänglich, daher sollte diese gefährliche Erkrankung auch erwähnt werden.
Die Tollwut greift vorzugsweise das Zentralnervensystem an.

Über die Nervenbahnen wandert der Erreger so ins Gehirn des betroffenen Tieres und vermehrt sich dort.
Hauptträger der Tollwut ist der Fuchs.

Die Ansteckung erfolgt meist durch den Biss (Speichel) eines tollwütigen Tieres.

Bei Verdacht auf Tollwut muss das Tier eingeschläfert werden, da sie unheilbar ist und

das Einschläfern des Tieres gesetzlich vorgeschrieben ist.
Symptome:
Schreckhaftigkeit, Krämpfe, Unruhe, Speichel, Aggressivität, Lähmung

 

Pseudowut (Aujeszkysche Krankheit)
Es ist ein Herpesvirus, der für die Katze nur durch den Verzehr von rohem Schweinefleisch höchstgefährlich werden kann.

Es gibt keine Heilung, der  Tod tritt oft schon nach 12 – 24 Stunden ein.
Symptome:
ähnlich wie bei der Tollwut