Maine Coon
Diese kraftvolle, ruhige Katze hat sich die Herzen vieler Liebhaber erobert.

Am schönsten sieht eine Maine Coon im Winter aus, wenn ihr üppiges, glänzendes Fell am vollsten ist.
Typisch für diese Rasse sind die trillerartigen, fröhlich zwitschernden Laute, mit denen sie ihre Menschen- oder Katzenfamilie begrüßt.

Die Maine Coon genießt durchaus die Gesellschaft der Menschen, geht aber genauso gern ihren eigenen Beschäftigungen nach.
Kätzinnen achten zum Beispiel mehr auf würdevolles "Benehmen" als Kater. Maine Coons sind weder Schoßkatzen noch Babys.

Es sind Freunde!


Die Geschichte der Rasse
Die Frühgeschichte der Maine Coon ist unbekannt.

Zu ihren Vorfahren zählen vermutlich britische - von Siedlern mitgebrachte - Katzen und langhaarige russische oder skandinavische Katzen,

die von den Schiffen, die in den Häfen von Maine anlegten, kamen.
Der schwarz-weiße Captain Jenks of the Horse Marines war die erste Maine Coon,

die 1861 auf Ausstellungen in Boston und New York die Aufmerksamkeit erregte.
Lange blieb die Maine Coon populär, bis ihr die Perserkatze um 1900 den ersten Platz auf der Beliebtheitsskala streitig machte.

Die Rasse überlebte nur, weil die Farmer ihre herausragenden Jagdeigenschaften erkannt hatten.
Im Lauf der 1950er Jahre erwachte das Interesse wieder und verstärkte sich.

Heute ist die Maine Coon eine der beliebtesten Rassen der Welt.

 

Merkmale der Rasse
Die Ohren sind groß und aufrecht und sind hoch angesetzt. Außerdem haben die Maine Coons sogenannte Luchspinsel.
Die Augen der Maine Coon müssen grün, golden oder kupferfarben sein.

Bei weißen Tieren sind verschiedenfarbige oder blaue Augen erlaubt. Sie sind rund und leicht schräg gestellt.
Maine Coons haben eine kantige Schnauze.
Der Hals ist bei den Katern dicker als bei den Kätzinnen.
Ihr Körper ist groß und muskulös.
Sie haben einen langen Schwanz mit wehendem Deckhaar.
Das lange Fell glänzt und die Pfoten sind rund und büschelig behaart.

Auf einen Blick:
- Entstehungszeit: 1860er Jahre
- Ursprungsland: USA
- Vorfahren: Bauernkatzen
- Einkreuzungen: Keine
- Gewicht: 4-10 Kg (oder auch mehr)
- Wesen: sanfter Riese


Farbschläge
Einfarbig und Schildpatt
schwarz, blau, creme, rot, schildpatt, blau-schildpatt, weiß mit blauen, grünen oder verschiedenfarbigen Augen

(ein Auge blau, das andere Kupfer)
Smoke und Schattiert
Alle Farben wie zuvor, bis auf weiß
Tabby (getigert / gestromt)
braun, rot, blau, creme, schildpatt, blau-schildpatt
Silber-Tabby
Farben wie bei Standard-Tabbys
Zweifarbig
Alle einfarbigen, Schildpatt- und Tabbyfarben mit Weiß


Maine-Coon-Varietäten
Die Fellstruktur ähnelt zweifellos der einer Bauernkatze. Obwohl das Haarkleid lang und dicht ist, braucht es erstaunlich wenig Pflege.

Außerdem ist es Wasser abweisend, sodass die Katze nur selten gebadet werden muss.
Manche Farbschläge haben bei den Züchtern Diskussionen ausgelöst:

Einige stellten die Behauptung auf, für die Silber- und Smoke-Farbe hätte man Perserkatzen eingekreuzt.

Dies ist unwahrscheinlich, da viele der frei laufenden, rasselosen Katzen Nordamerikas,

die keineswegs mit den Perserkatzen verwandt sind, das für diese Farbe verantwortliche Inhibitorgen besitzen.

In ganz Europa ist die gleiche Farbpalette bei Einfarbig, Smoke, Schattiert, Tabby und Silber-Tabby zugelassen.